Fahrverbote in Umweltzonen kennt Erdgas nicht

Nun machen die Städte Ernst: Weil sie ihre Bürger vor gesundheitsschädlichem Feinstaub schützen wollen, werden Autos mit hohem Schadstoffausstoß aus den Citys ausgesperrt. Vorreiter waren Berlin, Köln und Hannover, die im Januar 2008 Umweltzonen eingeführt haben. Seither gilt in immer mehr Städten Deutschlands freie Fahrt nur für Fahrzeuge mit Feinstaubplakette.
Fahrzeuge ohne eine rote, gelbe oder grüne Plakette dürfen nicht mehr in Innenstädte fahren, die als Umweltzone ausgewiesen sind. Es sei denn, die Halter verfügen über eine Ausnahmegenehmigung. Diese kann zwischen fünf und 1000 Euro kosten. Ab Januar 2010 dürfen schließlich nur noch Autos mit einer grünen Plakette in der City fahren.
Recht auf saubere Luft - Umweltzonen in Deutschland
Frische Luft in deutschen Ballungszentren? Fehlanzeige. Mit jedem Atemzug gelangen Feinstaub und Stickoxide aus Autoabgasen in die Lungen der Großstädter. Die feinen Staubpartikel, die nicht einmal ein 100. Millimeter groß sind, gelten als großes Gesundheitsrisiko: Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben allein in Europa jährlich 100.000 Menschen an Feinstaub in der Atemluft.

2005 trat die EU-Richtlinie zur Luftreinhaltung in Kraft, die strenge Grenzwerte für Feinstaub festlegt. Bei Überschreitung werden Verkehrsbeschränkungen für schadstoffintensive Fahrzeuge bald Realität sein. Erdgasfahrer müssen jedoch nicht befürchten, eines Tages zum Fußgänger zu werden.
Umweltvorteile beim Fahren mit Erdgas
Ozonloch, Erderwärmung, immer mehr Überflutungen und Stürme direkt vor unserer Haustür - die Unwetterschäden haben sich seit den 70er Jahren vervierfacht. Da sollte uns der Klimaschutz ganz besonders am Herzen liegen. Hier sind jedoch nicht nur Politiker und Industrie gefragt. Jeder Einzelne kann etwas tun: Schon allein durch den bewussten Umgang mit Energie kann jeder einen kleinen Beitrag leisten. Warum nicht hin und wieder mal mit dem Fahrrad ins Büro fahren? Das hält jung und fit. Aber mobiler ist man ganz gewiss mit dem Auto. Nicht jeder hat zum Beispiel seinen Arbeitsplatz gleich um die Ecke.
Keine Rußpartikel, deutlich weniger Kohlendioxid-Ausstoß

Wer mit Erdgas fährt, kann dies mit gutem Gewissen tun. Denn er sorgt dafür, dass weniger Abgase in die Luft gelangen. Von allen fossilen Energieträgern weist Erdgas bei der Verbrennung die günstigste Kohlendioxid-Bilanz auf: Gegenüber Benzin verursacht Erdgas bis zu 25 Prozent weniger Kohlendioxid und trägt bis zu 80 Prozent weniger zur Smogbildung bei.
Der Ausstoß von Schwefeldioxid-, Ruß- und anderen Partikeln wird bei Erdgas nahezu vollständig vermieden. Da können vor allem die geplagten Großstädter aufatmen.
Nach Studien der EU-Kommission verursacht auch die Bereitstellung von Erdgas an der Tankstelle heute wesentlich weniger Kohlendioxid als die Förderung, Raffination und der Transport von Diesel und Benzin.
Die positive Umweltbilanz von Erdgasfahrzeugen wird sich in Zukunft durch die Beimischung von Bio-Erdgas zum Erdgas noch weiter verbessern. Der CO2-Vorteil ist je nach Herstellungsart erheblich: Mit Biogas auf der Basis von Gülle können bis zu 90 Prozent Reduktion erreicht werden, so das Ergebnis einer Schweizer Studie.
Weniger Lärm
Erdgasmotoren haben auch in punkto Lärmreduzierung die Nase vorn: Da der Kraftstoff weicher verbrennt, liegen die Geräuschemissionen um bis zu 50 Prozent unter denen herkömmlicher Benzin- und Dieselmotoren. Unterirdisch zur Tankstelle Erdgas wird durch ein unterirdisches Leitungsnetz zu den Tankstellen transportiert. So kommt es zu keiner Belastung von Umwelt und Straßen.
Grenzwerte unterschritten
Seit 2005 sind in Europa neue, strengere Grenzwerte für Luftschadstoffe in Kraft, bei deren Überschreitung in den ersten Ballungsräumen Fahrverbote gelten. Für Erdgasfahrer ist das aber kein Thema: Moderne Erdgasfahrzeuge erfüllen alle Umweltschutz-Anforderungen.
Erdgasantrieb wird gefördert
Die Europäische Kommission fördert die Verbreitung des Kraftstoffs Erdgas. Bis 2020 sollen alternative Antriebe einen Marktanteil von 20 Prozent haben dabei werden allein für Erdgas zehn Prozent angestrebt. Gute Chancen also für Erdgasfahrzeuge - der Umwelt zuliebe.
Und auch das sollten Sie wissen: Das Umweltbundesamt wertet Erdgasfahrzeuge als die einzige derzeit und in absehbarer Zukunft verfügbare und wirtschaftlich anwendbare umweltschonende Alternative zu den konventionellen Antriebsarten. Also: Steigen Sie um!
Ambitionierte Grenzwerte - der Luft zuliebe
Seit 2005 dürfen die Grenzwerte für die Feinstaubkonzentration von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter maximal an 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Ab 2010 gelten darüber hinaus strenge Stunden- und Jahresmittelwerte für Stickoxide. Fakt ist: In Deutschland gibt es eine ganze Reihe von Städten, in denen die Feinstaubrichtlinien in den letzten Jahren überschritten wurden, dazu zählen München, Dortmund, Cottbus, Bremen, Berlin und viele mehr.
Mit Erdgas allzeit freie Fahrt
Um die ambitionierten EU-Luftqualitätsziele ohne Mobilitätseinbußen erfüllen zu können, fordern ADAC und Umweltverbände vor allem technische Verbesserungen bei Dieselaggregaten sowie einen breiteren Einsatz von umweltschonenden Erdgasfahrzeugen. Denn Pkw, Busse und Taxen mit Erdgasantrieb sind auch ohne Filter sauber: Sie verursachen keine Rußpartikel. Um mobil zu bleiben, stellen deshalb auch immer mehr Kommunen ihren Fuhrpark auf Erdgas um. Wer mit Erdgas unterwegs ist, kann Fahrverboten und anderen Maßnahmen zur Luftreinhaltung gelassen entgegensehen.



